Warum hassen so viele Frauen ihren Körper?
Diese drei Zahlen haben mich schockiert:
• 91 % aller Frauen fühlen sich unwohl in ihrem Körper.
• 4 745 × pro Jahr hasst durchschnittlich eine deutsche Frau ihren Körper.
• 54 % aller deutschen Frauen würden lieber überfahren werden, als fett zu sein.
Quelle: Vortrag von Dr. Mareike Awe – HIER ANSCHAUEN
„Ich hasse meinen Bauch.“ – „Meine Oberschenkel sind zu dick.“ – „Wenn ich nur ein paar Kilo weniger hätte, wäre ich glücklich.“
Sätze wie diese sprechen viele Frauen täglich aus – manchmal laut, oft nur in Gedanken. Doch woher kommt dieser ständige Kampf mit dem eigenen Körper?
In einem bewegenden Vortrag spricht Dr. Mareike Awe, Ärztin und Gründerin von intueat, über genau dieses Thema: Warum so viele Frauen im Dauerkrieg mit sich selbst leben – und wie sie Frieden schließen können.
Woher kommt der Körperhass?
Schon früh lernen wir: Unser Körper wird bewertet. Durch Werbung, Social Media, Zeitschriften und sogar harmlose Kommentare im Alltag entsteht das Gefühl, „nicht richtig“ zu sein.
Der weibliche Körper wird in ein enges Schönheitsideal gepresst – schlank, straff, perfekt. Und wer da nicht reinpasst, fühlt sich automatisch „falsch“.
Mareike Awe erklärt, dass dieses Denken keinen Ursprung in uns selbst hat. Es wird erlernt. Jede Diät, jedes Selfie mit Filter, jedes bewunderte „Vorher-nachher“-Bild verstärkt unbewusst die Überzeugung: „Ich muss anders sein, um gut genug zu sein.“
Was passiert in uns, wenn wir unseren Körper hassen?
Körperhass ist keine oberflächliche Eitelkeit – er schadet uns auf vielen Ebenen.
• Er erzeugt chronischen Stress, weil wir ständig gegen uns selbst kämpfen.
• Er raubt Energie und Lebensfreude – die wir stattdessen in Selbstliebe investieren könnten.
• Und er hält uns gefangen in einer Spirale aus Schuld, Scham und Kontrolle.
Dr. Awe beschreibt es treffend: „Viele Frauen verlieren den Zugang zu ihrem Körper, weil sie ihn nur noch durch die Brille der Bewertung sehen.“
Wie können wir Frieden mit uns selbst finden?
Die gute Nachricht: Körperhass ist nicht unser Schicksal. Wir können lernen, wieder liebevoll mit uns selbst umzugehen.
Ein erster Schritt ist, unseren Körper nicht mehr als Problem zu betrachten, sondern als Partner. Statt „Mein Bauch ist zu dick“ zu denken, könnten wir uns fragen: „Was braucht mein Körper gerade?“
Achtsamkeit, intuitive Ernährung und Selbstmitgefühl sind dabei mächtige Werkzeuge. Mareike Awe zeigt in ihrem Vortrag, wie wir diese Haltungen in den Alltag bringen können – ohne Druck, sondern mit Neugier und Sanftheit.
Ein neuer Blick auf den eigenen Körper
Wenn wir beginnen, unseren Körper nicht länger zu bekämpfen, sondern zuzuhören, verändert sich alles:
Wir essen anders, bewegen uns anders, kleiden uns anders – nicht, um zu gefallen, sondern um uns wohlzufühlen.
Und genau da beginnt wahre Selbstliebe.
2 Kommentare
Sehr interessanter Auftakt. Ich bin 66 Jahre und ziemlich zufrieden mit mir und meiner Figur,treibe Sport,bin sehr diszipliniert mit meiner Ernährung. Habe 4 Mädchen geboren und früher war ich nicht so entspannt wie heute. Keine Schönheits OP, dafür viel Natur und Sport,dann klappt es. Viele liebe Grüße von Sonja Engel
Hass ist ein großes Wort und für einiges hier in meinen Augen übertrieben.