Ängste gehören zum Leben dazu

Hallo Ihr Lieben! In letzter Zeit spüre ich, wie viele Gedanken gleichzeitig in mir rauschen – Sorgen, kleine Unsicherheiten, dieses diffuse Gefühl von „zu viel“.

Aber Ängste gehören zu meinem – zu unserem – Leben wie Freude oder Neugier. Indem ich mich kreativ mit meinen Gefühlen beschäftige, löse ich Blockaden.

Ängste zeigen mir, was mir wichtig ist, was ich verlieren könnte oder nicht ertragen möchte. Wenn ich Angst verspüre, spüre ich gleichzeitig auch mein Bedürfnis nach Sicherheit, Nähe oder Kontrolle.

Angst ist also kein Zeichen von Schwäche, sondern eine innere Warnlampe, die mich aufmerksam macht und mich manchmal sogar schützt, bevor etwas Schlimmes passiert.

Nützlich sind Ängste vor allem, weil sie mich vorsichtiger und wachsamer machen. In gefährlichen Situationen bereiten sie meinen Körper darauf vor, schnell zu reagieren. Aber auch im Alltag helfen sie mir, Grenzen zu erkennen – wann ich mich überfordere, wann ich mich besser vorbereiten sollte oder wann etwas einfach nicht gut für mich ist.

Wenn ich meine Ängste annehme, kann ich sie als Wegweiser nutzen, nicht als Hindernisse.

Trotzdem fällt es mir oft schwer, meine Ängste zu zeigen. Ich möchte stark, kontrolliert und souverän wirken – so wie die meisten Menschen, die um mich herum sind.

Angst zu zeigen fühlt sich verletzlich an, fast so, als würde ich eine Schwachstelle offenlegen. Ich habe manchmal Sorge, dass andere mich dann für unsicher oder unfähig halten könnten.

Dabei weiß ich, dass jeder Mensch Ängste hat, auch wenn wir sie gut verstecken.

Vielleicht würden wir uns gegenseitig besser verstehen, wenn wir offener damit umgehen würden.

Denn ehrlich gesagt: Angst macht uns nicht kleiner – sie macht uns menschlich.

Wenn ich dann meine Aquarellfarben nehme und dieses leuchtende Violett anmische, beginnt sich etwas in mir zu verändern.

Jeder Pinselstrich ist wie ein bewusster Atemzug, der mich zurück in meinen Körper holt.

Ich sehe zu, wie sich das Wasser mit der Farbe verbindet, wie weiche Übergänge entstehen, wie aus Chaos langsam ein Bild wird. Im Violett steckt für mich etwas Magisches: ein Gefühl von Transformation, von innerer Reinigung, von „Ich darf loslassen“.

Beim Malen dieser traumhaften violetten Farbe mit Aquarellfarben habe ich bemerkt, wie sehr dieser Prozess mich beruhigt.

Malen (Kreativsein) ist ein Akt des loslassens – ein Kontrollverlust im positiven Sinne.

Der Farbton Violett ist besonders schön, finde ich. Er hilft mir sehr beim Lösen von alten Ängsten und Zweifeln.

Genau das verkörpert für mich auch mein Armband „Don’t Panic“.

Der Blockadenlöser in dieser intensiven Farbe erinnert mich daran, mich selbst wieder zu erden, wenn alles zu viel wird. Ich trage es nicht nur als Schmuckstück, sondern als kleine Erinnerung daran, dass Ruhe in mir beginnt – nicht im Außen.

✨Schreibe mir in die Kommentare, ob Du auch manchmal Angst hast. Und ob es Dir auch guttut, es einfach mal auszusprechen.

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6 Kommentare

Liebe Melanie, ich kann diese Angst gut nachvollziehen. Wenn man einmal etwas ganz schlimmes erlebt hat, dann hat man ja etwas erlebt, was man sich vorher nicht vorstellen konnte, dass es einem selbst passiert und dann weiß man von der Möglichkeit. Ich hoffe Du kannst Dich selbst gut begleiten mit dieser Angst und hast auch Unterstützung, wenn die Angst zurückkommt. Helfen Dir Affirmationen?
Fühl dich fest umarmt!

Melanie

Liebe Annedore, entschuldige bitte, dass ich Dir erst jetzt antworte. Vielen, vielen Dank, dass Du Dich geöffnet hast und diese Themen mit mir und uns geteilt hast. Das ist sehr mutig von Dir. Denn genau wie Du sagst – man macht sich auch angreifbar – wenn man ehrlich ist. Ich übe mich auch ganz viel daran mich verletzlich zu zeigen und ehrlich mich mitzuteilen, auch wenn ich im gleichen Zuge Angst vor negativen Bewertungen und Abwertungen habe. Meine Erfahrung hat mir dabei gezeigt, dass in mir ein Kern ist, der durch nichts und niemand erschüttert werden kann. Manchmal kann ich den ganz deutlich spüren. Vor allem aber, wenn ich allein für mich bin und male oder singe oder etwas anderes mir Guttuendes mache. Alles Liebe Dir und mach bitte weiter so!

Lavanya

Ich leide seit über 20 Jahren an Angstzustände, Panikattacken, einer post traumatischen Belastung- und Anpassungsstörung und habe eine Hochsensibilität. Ich gehe offen damit um. Das nimmt allem die Macht über mich, macht mir vieles leichter und erklärt meinem Gegenüber, warum ich manchmal “anders” bin. Wenn ich merke, meinem Gegenüber fehlt das Einfühlungsvermögen, bleibe ich still. Man macht sich ja verletzbar. Ich arbeite in einer Arztpraxis und manchmal muss ich es einfach sagen. Auch dann, wenn ich merke, daß ein Patient das gleiche Problem hat. Ich habe meine Unperfektheiten angenommen. Es ist nicht immer leicht, aber das Annehmen macht es leichter.

Annedore Niebuhr

Ja manchmal ist die Angst groß das der Krebs zurück kommt.

Melanie Runkel

Ja manchmal ist die Angst groß das der Krebs zurück kommt.

Melanie Runkel

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Ich bin Victor, Gründer der Marke UNPERFEKT aus Hamburg. In meinem Blog teile ich meine perfekt unperfekten Gedanken mit Dir.